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Change-Request-Prozess mit Odoo digitalisieren

Ein Change-Request-Prozess verhindert, dass zusätzliche Kundenwünsche unkontrolliert in laufende Projekte gelangen.

Wie digitalisiere ich Change Requests?

Ein Change sollte als eigener Vorgang gespeichert werden.

Er enthält beispielsweise:

  • Beschreibung
  • Kunde
  • Projekt
  • Antragsteller
  • Aufwand
  • Kosten
  • Terminwirkung
  • Status
  • Freigabe

Wann gilt eine Anforderung als Änderung?

Eine Änderung liegt vor, wenn sie außerhalb des ursprünglich vereinbarten Leistungsumfangs liegt oder Auswirkungen hat auf:

  • Aufwand
  • Kosten
  • Termin
  • Qualität
  • Scope

Wie erfasse ich Änderungswünsche?

Erfasst werden sollten:

  • Beschreibung
  • Grund
  • gewünschtes Ergebnis
  • Priorität
  • betroffene Funktionen
  • gewünschter Termin
  • Anhänge

Wer bewertet Aufwand und Kosten?

Typischerweise:

Fachverantwortlicher

bewertet technischen Aufwand.

Projektleiter

bewertet Zeit und Ressourcen.

Vertrieb / Controlling

bewertet Preis und Marge.

Wie erfolgt die Kundenfreigabe?

Der Kunde sollte erhalten:

  • genaue Beschreibung
  • Preis
  • zusätzliche Stunden
  • Terminwirkung
  • neue Liefertermine

Danach:

digitale Bestätigung / Signatur

→ Umsetzung freigegeben.

Wie aktualisiere ich Budget und Terminplan?

Nach Freigabe werden:

  • zusätzliche Stunden
  • zusätzliche Kosten
  • neue Deadlines
  • neue Aufgaben

in den Projektplan übernommen.

Wie dokumentiere ich zusätzliche Leistungen?

Alle zusätzlichen Aufgaben und Zeiten sollten mit dem Change verknüpft werden.

Dadurch bleibt nachvollziehbar, welcher Mehraufwand aus welchem Kundenwunsch entstanden ist.

Wie werden Changes fakturiert?

Möglichkeiten:

  • separate Angebotsposition
  • zusätzliche Stunden
  • Pauschale
  • zusätzlicher Meilenstein

Entscheidend ist die Verbindung mit der Kundenfreigabe.

Wie verhindere ich Scope Creep?

Die wichtigste organisatorische Regel lautet:

außerhalb des vereinbarten Scope → Change Request

Nicht:

„Machen wir schnell mit.“

Dadurch bleiben Projektbudget und Marge geschützt.

Welche Change-KPIs sollte ich messen?

  • Anzahl Changes
  • zusätzlicher Umsatz
  • zusätzliche Stunden
  • Freigabequote
  • Bearbeitungsdauer
  • Terminverschiebung
  • Marge
  • Anteil ungeplanter Arbeit

Fazit

Die sinnvolle Reihenfolge lautet:

Projekt-Scope definieren → Änderungen separat erfassen → Auswirkungen bewerten → Kundenfreigabe dokumentieren → Budget und Termin aktualisieren → Zusatzleistungen zuordnen → fakturieren → Change-KPIs analysieren → Scope Creep reduzieren.