Förderung für Energie und Versorgung

Die Energie- und Versorgungswirtschaft befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Der Ausbau erneuerbarer Energien, dezentrale Erzeugungsanlagen, intelligente Netze, neue gesetzliche Anforderungen und steigende Erwartungen der Kunden verändern die Arbeitsweise von Energieversorgern, Stadtwerken und Infrastrukturbetreibern.
Gleichzeitig müssen Anlagen, Netze, Verträge, Projekte, Wartungseinsätze und Abrechnungsprozesse zuverlässig koordiniert werden. Verteilte Softwarelösungen, manuelle Tabellen und mehrfach erfasste Daten erschweren jedoch häufig den Überblick.
Eine passende Förderung für Energie und Versorgung kann Unternehmen dabei unterstützen, ihre technische Infrastruktur zu modernisieren, digitale Prozesse einzuführen und Investitionen in Energieeffizienz, erneuerbare Energien oder intelligente Steuerungssysteme wirtschaftlich umzusetzen.
NetzExpert entwickelt individuelle Odoo-Lösungen, mit denen Energie- und Versorgungsunternehmen ihre kaufmännischen, technischen und organisatorischen Prozesse auf einer zentralen Plattform verbinden können.
Förderung für Energie und Versorgung: Digitalisierung nachhaltig finanzieren

Welche Unternehmen können Fördermittel nutzen?
Fördermöglichkeiten können für unterschiedliche Unternehmen und Organisationen aus dem Energie- und Versorgungssektor relevant sein. Dazu gehören beispielsweise:
- Stadtwerke und kommunale Versorgungsunternehmen
- Energieversorger und Energiedienstleister
- Strom- und Gasnetzbetreiber
- Betreiber von Wärme- und Kältenetzen
- Solar-, Windkraft- und Biogasanlagenbetreiber
- Projektentwickler für erneuerbare Energien
- Messstellen- und Infrastrukturdienstleister
- Wasser- und Abwasserversorger
- Entsorgungs- und Recyclingunternehmen
- technische Wartungs- und Serviceunternehmen
- Energieberatungen und Contracting-Anbieter
Welche Förderung tatsächlich genutzt werden kann, hängt unter anderem von der Unternehmensgröße, dem Standort, der Art des Projekts, der Investitionshöhe und dem Zeitpunkt der Antragstellung ab.
Welche Projekte können gefördert werden?
KfW-Förderung für die Digitalisierung von Energieunternehmen
Der ERP-Förderkredit Digitalisierung der KfW unterstützt Unternehmen bei unterschiedlichen Digitalisierungsprojekten. Gefördert werden können unter anderem Hard- und Software, Prozessdigitalisierung, digitale Schnittstellen, IT-Sicherheit, datenbasierte Geschäftsmodelle sowie Zukunftstechnologien wie künstliche Intelligenz und Big Data.
Für anspruchsvollere LevelUp- und HighEnd-Projekte sind Kredite von bis zu 25 Millionen Euro möglich. Ergänzend kann ein Förderzuschuss von drei beziehungsweise fünf Prozent des ausgezahlten Kreditbetrags beantragt werden. Der Zuschuss ist auf 200.000 Euro begrenzt.
Für Energie- und Versorgungsunternehmen kann die Förderung beispielsweise bei folgenden Projekten interessant sein:
- Einführung einer zentralen ERP-Plattform
- Vernetzung von Außendienst, Lager und Verwaltung
- Integration technischer Anlagen- und Verbrauchsdaten
- Digitalisierung von Beschaffung und Projektmanagement
- Aufbau digitaler Kunden- und Partnerportale
- Einführung von Datenanalyse- und Prognosesystemen
- Entwicklung neuer digitaler Serviceangebote
Ob eine individuelle Odoo-Lösung förderfähig ist, muss immer für das konkrete Gesamtprojekt geprüft werden. Besonders gute Voraussetzungen können bestehen, wenn bisher getrennte Prozesse digital miteinander verbunden und messbare Verbesserungen erreicht werden.
Förderung für Energiemanagement-Software und Sensorik
Im Rahmen der Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft unterstützt das BAFA über Modul 3 Investitionen in Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, Sensorik sowie Energiemanagement-Software.
Die Förderung beträgt nach den derzeitigen Programmbedingungen bis zu 45 Prozent der förderfähigen Investitionskosten für kleine Unternehmen, bis zu 35 Prozent für mittlere Unternehmen und bis zu 25 Prozent für Unternehmen ohne KMU-Status. Dabei müssen die technischen und organisatorischen Voraussetzungen des Förderprogramms erfüllt werden.
Förderfähig können beispielsweise Systeme sein, die:
- Energieverbräuche automatisch erfassen,
- Messdaten aus Anlagen und Gebäuden zusammenführen,
- Energieflüsse transparent darstellen,
- Verbrauchsspitzen identifizieren,
- Einsparpotenziale sichtbar machen oder
- die Einführung eines Energie- oder Umweltmanagementsystems unterstützen.
Eine Odoo-Lösung kann dabei als zentrale Unternehmensplattform dienen und beispielsweise Energiedaten mit Anlagen, Standorten, Projekten, Wartungsaufträgen und wirtschaftlichen Kennzahlen verbinden. Die fachliche Energiemanagement-Software oder spezielle Sensorik kann über individuell entwickelte Schnittstellen angebunden werden.

Mit dem KfW-Programm Erneuerbare Energien – Standard können unter anderem Photovoltaik-, Windkraft-, Wasserkraft- und Biogasanlagen sowie Batteriespeicher finanziert werden.
Das Programm berücksichtigt außerdem Wärme- und Kältenetze, entsprechende Speicher sowie Maßnahmen zur Flexibilisierung von Stromangebot und Stromnachfrage. Dazu zählen beispielsweise Lastmanagement sowie Mess- und Steuerungssysteme, die zur systemverträglichen Integration erneuerbarer Energien beitragen. Der Förderkredit kann bis zu 150 Millionen Euro pro Vorhaben und bis zu 100 Prozent der Investitionskosten umfassen.
Für Energieunternehmen kann die Digitalisierung ein wesentlicher Bestandteil solcher Investitionsprojekte sein. Dazu gehören beispielsweise:
- zentrale Verwaltung unterschiedlicher Erzeugungsanlagen
- Überwachung von Projektbudgets und Baufortschritten
- Verwaltung von Wartungs- und Serviceverträgen
- Dokumentation technischer Prüfungen
- Koordination externer Dienstleister
- Auswertung von Anlagen- und Leistungsdaten
- automatisierte Aufgaben bei Störungen oder Abweichungen
Förderung für erneuerbare Energien, Speicher und intelligente Netze

Förderung für Wärmenetze und Wärmeversorgung
Die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze, kurz BEW, unterstützt den Neubau von Wärmenetzen mit hohen Anteilen erneuerbarer Energien sowie die Dekarbonisierung bestehender Netze. Das Programm richtet sich unter anderem an Unternehmen, Kommunen, öffentliche Einrichtungen und Verbände.
Innerhalb eines entsprechenden Gesamtprojekts können digitale Lösungen eine wichtige organisatorische Funktion übernehmen. So können beispielsweise Planung, Bau, Dokumentation, Anlagenverwaltung, Wartung und Kostenkontrolle auf einer gemeinsamen Plattform koordiniert werden.
Eine ERP-Lösung ersetzt dabei keine technische Netzleit- oder Anlagensteuerung. Sie kann jedoch die kaufmännischen und organisatorischen Prozesse rund um das Wärmenetz zentral abbilden und vorhandene Fachsysteme über Schnittstellen verbinden.
Für besonders innovative Projekte kann auch das Umweltinnovationsprogramm relevant sein. Es unterstützt großtechnische Vorhaben mit Demonstrationscharakter, die den Stand der Technik weiterentwickeln und eine deutliche Umweltentlastung erzielen.
Gefördert werden Projekte unter anderem in den Bereichen Abwasserbehandlung, Abfallverwertung, Kreislaufwirtschaft, Energieeffizienz, erneuerbare Energien und Ressourceneinsparung.
Das Programm kann beispielsweise für innovative Technologien in folgenden Bereichen interessant sein:
- energieeffiziente Wasser- und Abwasseranlagen
- intelligente Energie- und Laststeuerung
- neue Speicher- und Versorgungskonzepte
- automatisierte Anlagenüberwachung
- ressourcenschonende Versorgungsprozesse
- sektorübergreifende Energieprojekte
- innovative Umwelt- und Kreislauftechnologien
Voraussetzung ist in der Regel ein hoher Innovations- und Demonstrationsgrad. Eine gewöhnliche Softwareeinführung allein reicht dafür normalerweise nicht aus.
Förderung innovativer Umwelt- und Versorgungstechnologien

Welche Projekte können gefördert werden?
Bestehende Fachsysteme über Schnittstellen verbinden
Energie- und Versorgungsunternehmen setzen häufig spezialisierte Systeme für Netzführung, Messdaten, Abrechnung, Geoinformationen oder technische Anlagensteuerung ein. Diese müssen nicht vollständig ersetzt werden.
Odoo kann als zentrale ERP- und Prozessplattform eingesetzt und mit vorhandenen Lösungen verbunden werden. Mögliche Schnittstellen bestehen unter anderem zu:
- Smart-Meter- und Messdatensystemen
- Abrechnungsplattformen
- Energie- und Umweltmanagementsystemen
- SCADA- und Anlagensteuerungssystemen
- geografischen Informationssystemen
- IoT-Sensoren
- Finanzbuchhaltung und DATEV
- Lieferanten- und Kundenportalen
- Versand- und Logistikdienstleistern
- Business-Intelligence-Lösungen
NetzExpert entwickelt die erforderlichen Schnittstellen, Automatisierungen und individuellen Erweiterungen entsprechend den vorhandenen technischen Voraussetzungen.
Vorteile einer individuellen ERP-Lösung
Eine zentrale Plattform schafft eine gemeinsame Informationsbasis für Verwaltung, Technik, Außendienst und Geschäftsführung.
Zu den wichtigsten Vorteilen gehören:
- weniger doppelte und manuelle Datenerfassung
- transparente Anlagen- und Projektdaten
- bessere Planung von Wartung und Außendienst
- strukturierte Kunden- und Vertragsverwaltung
- zentrale Dokumentation technischer Vorgänge
- automatisierte Aufgaben und Erinnerungen
- bessere Kontrolle über Kosten und Budgets
- standortübergreifende Zusammenarbeit
- individuelle Dashboards und Auswertungen
- flexible Erweiterung bei neuen Anforderungen
Dabei muss nicht sofort das gesamte Unternehmen umgestellt werden. Die Einführung kann modular erfolgen – beispielsweise zunächst mit CRM, Projektmanagement und Wartung. Weitere Bereiche wie Lager, Einkauf, Dokumente oder Kundenportale können später ergänzt werden.
Besonderheiten
In Kombination mit Odoo bietet dies Unternehmen eine integrierte, effiziente und flexible Managementlösung. Das spart Zeit und Ressourcen, ermöglicht eine bessere Kontrolle und Nachverfolgung von Finanzdaten und unterstützt Unternehmen bei fundierten Geschäftsentscheidungen.
Beratung
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