Förderung im Bauwesen

Die Bauwirtschaft steht unter hohem wirtschaftlichem und organisatorischem Druck. Steigende Materialkosten, Fachkräftemangel, enge Zeitpläne und komplexe Abstimmungen zwischen Auftraggebern, Planern, Nachunternehmen und Baustellenteams erfordern transparente und effizient organisierte Prozesse.
In vielen Bauunternehmen werden Angebote, Projektkosten, Arbeitszeiten, Materialbestellungen, Bautagebücher und Rechnungen jedoch noch in voneinander getrennten Programmen oder Tabellen verwaltet. Dadurch entstehen doppelte Dateneingaben, Informationsverluste und unnötiger Verwaltungsaufwand.
Eine passende Förderung für das Bauwesen kann Unternehmen dabei unterstützen, moderne Software einzuführen, Arbeitsabläufe zu digitalisieren und neue technologische Lösungen zu entwickeln. Je nach Vorhaben kommen Förderkredite, Zuschüsse für Beratung, regionale Digitalisierungsprogramme oder spezielle Innovationsförderungen infrage.
NetzExpert entwickelt individuelle Odoo-Lösungen für Bauunternehmen. Dabei werden kaufmännische, technische und organisatorische Prozesse auf einer zentralen Plattform miteinander verbunden – von der ersten Kundenanfrage über die Kalkulation und Baustellensteuerung bis zur Abrechnung.
Förderung für das Bauwesen: Bauprozesse digitalisieren und Investitionen gezielt finanzieren

Wer kann Fördermittel im Bauwesen nutzen?
Fördermöglichkeiten können für Unternehmen aus unterschiedlichen Bereichen der Bau- und Immobilienwirtschaft interessant sein. Dazu gehören unter anderem:
- Bauunternehmen und Generalunternehmer
- Hochbau-, Tiefbau- und Straßenbauunternehmen
- Handwerks- und Ausbauunternehmen
- Architektur- und Ingenieurbüros
- Projektentwickler und Bauträger
- Gebäudetechnik- und Installationsunternehmen
- Unternehmen für Wartung und Instandhaltung
- Hersteller und Händler von Baustoffen
- Vermieter von Baumaschinen und Geräten
- Facility-Management-Unternehmen
Ob ein Unternehmen tatsächlich förderberechtigt ist, hängt vom jeweiligen Programm ab. Wichtige Kriterien sind beispielsweise der Unternehmensstandort, die Anzahl der Mitarbeitenden, der Jahresumsatz, die geplante Investitionshöhe und der konkrete Digitalisierungsgrad des Projekts.
Welche Digitalisierungsprojekte können gefördert werden?
KfW-Förderung für die Digitalisierung von Bauunternehmen
Der ERP-Förderkredit Digitalisierung der KfW unterstützt Unternehmen und Freiberufler bei unterschiedlichen Digitalisierungsprojekten. Finanzierbar sind unter anderem neue Hard- und Software, Prozessdigitalisierung, digitale Schnittstellen, Cloud-Technologien, IT-Sicherheit, digitale Geschäftsmodelle und der Einsatz künstlicher Intelligenz.
In den höheren Förderstufen sind Kreditbeträge von bis zu 25 Millionen Euro möglich. Für LevelUp- und HighEnd-Projekte kann zusätzlich ein Förderzuschuss von drei beziehungsweise fünf Prozent des ausgezahlten Kreditbetrags beantragt werden. Der Zuschuss ist auf 200.000 Euro begrenzt. Der Förderantrag muss über einen Finanzierungspartner und grundsätzlich vor Beginn des Vorhabens gestellt werden.
Für Bauunternehmen kann diese Finanzierung beispielsweise bei folgenden Projekten interessant sein:
- Einführung eines integrierten ERP-Systems
- Verbindung von Baustelle, Lager und Verwaltung
- mobile Datenerfassung durch Bauleiter und Monteure
- Digitalisierung von Einkauf und Materialdisposition
- Einführung eines zentralen Dokumentenmanagements
- Entwicklung digitaler Kunden- oder Nachunternehmerportale
- Vernetzung vorhandener Bau- und Planungssoftware
- Einführung datenbasierter Projekt- und Kostenanalysen
Entscheidend ist das Gesamtprojekt. Die besten Voraussetzungen entstehen häufig dann, wenn nicht nur ein einzelnes Programm installiert, sondern ein durchgängiger digitaler Prozess aufgebaut wird.
Eine Förderung kann insbesondere für Projekte infrage kommen, mit denen bestehende Prozesse digitalisiert, miteinander vernetzt oder deutlich automatisiert werden.
Mögliche Maßnahmen im Bauwesen sind:
- Einführung einer zentralen ERP-Software
- digitale Angebots- und Auftragsverwaltung
- Bauprojekt- und Baustellenmanagement
- mobile Arbeitszeit- und Leistungserfassung
- digitale Bautagebücher und Baustellendokumentation
- Material-, Einkaufs- und Lieferantenmanagement
- Verwaltung von Nachunternehmen
- Geräte-, Maschinen- und Fuhrparkverwaltung
- digitale Rechnungsprüfung und Freigabe
- Dokumentenmanagement mit Versionskontrolle
- Kunden-, Nachunternehmer- und Partnerportale
- Einführung von BIM-basierten Arbeitsabläufen
- Schnittstellen zu CAD-, BIM- und Fachprogrammen
- IT-Sicherheits- und Datenschutzmaßnahmen
- Entwicklung neuer digitaler Dienstleistungen
Eine gewöhnliche Softwareanschaffung ist allerdings nicht automatisch förderfähig. Das Projekt sollte nachvollziehbar darstellen, welche Arbeitsabläufe verbessert werden, welche Systeme miteinander verbunden werden und welcher wirtschaftliche Nutzen für das Unternehmen entsteht.

Förderung von Beratung und Prozessoptimierung
Gerade vor einer ERP-Einführung ist es sinnvoll, die vorhandenen Abläufe strukturiert zu analysieren. Dabei wird geprüft, welche Prozesse bereits funktionieren, wo Medienbrüche entstehen und welche Arbeitsschritte automatisiert werden können.
Das BAFA-Programm Förderung von Unternehmensberatungen für KMU bezuschusst Beratungsleistungen zu Fragen der Unternehmensführung und Wettbewerbsfähigkeit. Die derzeitige Förderrichtlinie gilt für entsprechende Anträge bis zum 31. Dezember 2026. Ob eine konkrete Prozess-, Organisations- oder Digitalisierungsberatung gefördert werden kann, muss individuell geprüft werden.
Eine geförderte Beratung kann beispielsweise dazu dienen, eine Digitalisierungsstrategie zu entwickeln, Verantwortlichkeiten neu zu strukturieren oder die Einführung eines ERP-Systems fachlich vorzubereiten.
Regionale Digitalisierungsförderung für Bauunternehmen
Neben bundesweiten Programmen bieten verschiedene Bundesländer eigene Zuschüsse und Finanzierungsmöglichkeiten für kleine und mittlere Unternehmen an. Gefördert werden je nach Region unter anderem Software, IT-Sicherheit, digitale Prozessoptimierung und externe Entwicklungsleistungen.
Die Voraussetzungen unterscheiden sich erheblich. Einige Programme richten sich ausschließlich an kleine Unternehmen, andere setzen einen bestimmten Investitionsumfang oder einen Unternehmenssitz im jeweiligen Bundesland voraus. Die Förderdatenbank des Bundes bietet einen aktuellen Überblick über Programme des Bundes, der Länder und der Europäischen Union.
Vor Beginn eines Projekts sollte deshalb immer geprüft werden, welche regionalen Programme am Unternehmensstandort verfügbar sind.

Zukunft Bau für innovative Forschungs- und Entwicklungsprojekte
Für besonders innovative Vorhaben im Bauwesen kann das Programm Zukunft Bau relevant sein. Es unterstützt anwendungsorientierte Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit Hochbaubezug in den Bereichen Bauwesen, Architektur sowie Bau- und Wohnungswirtschaft.
Im Mittelpunkt stehen Innovationen, die einen Nutzen für die Planungs- und Baupraxis schaffen. Unternehmen können grundsätzlich an Einzel- oder Verbundprojekten beteiligt sein. Reine Investitionsprojekte oder die gewöhnliche Einführung einer vorhandenen Software werden dagegen nicht gefördert.
Mögliche Projektthemen können beispielsweise sein:
- neue digitale Planungs- und Bauverfahren
- automatisierte Baudokumentation
- innovative BIM-Anwendungen
- digitale Methoden zur Qualitätssicherung
- datenbasierte Baustellensteuerung
- ressourcenschonende Bauprozesse
- neue Plattformen für die Zusammenarbeit am Bau
- digitale Lösungen für nachhaltiges Bauen
Für ein solches Projekt müssen der Forschungs- und Innovationscharakter sowie der Nutzen für die Baupraxis überzeugend dargestellt werden.
BIM und digitale Zusammenarbeit im Bauwesen
Building Information Modeling verändert die Zusammenarbeit zwischen Planung, Ausführung und Betrieb von Gebäuden. BIM ermöglicht es, relevante Bauwerksinformationen digital zusammenzuführen und über unterschiedliche Projektphasen hinweg zu nutzen.
Mit der Initiative BIM Deutschland unterstützt der Bund die Etablierung dieser Arbeitsmethode und die digitale Transformation des Bauwesens. Eine politische oder fachliche Unterstützung von BIM bedeutet jedoch nicht, dass jede BIM-Einführung automatisch bezuschusst wird. Entscheidend bleibt das konkrete Förderprogramm und der Inhalt des geplanten Projekts.
Odoo kann als zentrale kaufmännische und organisatorische Plattform eingesetzt werden und über individuelle Schnittstellen mit BIM-, CAD- oder Dokumentenlösungen verbunden werden. Dadurch lassen sich Projektinformationen, Aufgaben, Kosten, Verträge und Dokumente systemübergreifend koordinieren.
Bauunternehmen mit NetzExpert digitalisieren
Eine passende Förderung für das Bauwesen kann Bauunternehmen dabei unterstützen, ihre Verwaltung, Baustellen und Projektprozesse nachhaltig zu modernisieren.
NetzExpert entwickelt individuelle Odoo-Lösungen für Bauunternehmen, Handwerksbetriebe, Projektentwickler und technische Dienstleister. Wir verbinden CRM, Kalkulation, Projekte, Zeiterfassung, Einkauf, Lager, Geräte, Dokumente und Abrechnung auf einer zentralen Plattform.
Die Einführung erfolgt modular. Sie können mit den wichtigsten Prozessen beginnen und das System anschließend Schritt für Schritt erweitern. Bestehende Fachprogramme werden bei Bedarf über individuelle Schnittstellen integriert.
Lassen Sie uns gemeinsam eine Odoo-Lösung entwickeln, die Ihre Bauprojekte transparenter macht, den Verwaltungsaufwand reduziert und Ihr Unternehmen langfristig bei der Digitalisierung unterstützt.
Besonderheiten
In Kombination mit Odoo bietet dies Unternehmen eine integrierte, effiziente und flexible Managementlösung. Das spart Zeit und Ressourcen, ermöglicht eine bessere Kontrolle und Nachverfolgung von Finanzdaten und unterstützt Unternehmen bei fundierten Geschäftsentscheidungen.
Beratung
Möchten Sie mehr über die Möglichkeiten von Odoo erfahren? Gerne informieren wir Sie in einem unverbindlichen Beratungsgespräch. Schreiben Sie uns eine E-Mail oder rufen Sie uns an unter der Nummer: +491776738774.

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