Förderung im Handwerker

Handwerksbetriebe effizient und zukunftssicher aufstellen
Handwerksunternehmen müssen täglich zahlreiche Aufgaben miteinander koordinieren. Kundenanfragen sollen schnell beantwortet, Angebote zuverlässig kalkuliert, Mitarbeitende und Fahrzeuge eingeplant, Materialien rechtzeitig bestellt und ausgeführte Leistungen vollständig dokumentiert werden. Gleichzeitig erwarten Kunden transparente Termine, digitale Kommunikation und eine zügige Rechnungsstellung.
In vielen Betrieben werden Kunden, Aufträge, Baustellen, Arbeitszeiten und Materialbestände jedoch noch in unterschiedlichen Programmen, Tabellen oder Papierordnern verwaltet. Informationen müssen mehrfach erfasst werden, Rückmeldungen aus dem Außendienst erreichen das Büro verspätet und Rechnungen können häufig erst erstellt werden, wenn alle Stundenzettel und Materialnachweise vollständig vorliegen.
Eine passende Förderung für Handwerker kann Betriebe dabei unterstützen, ihre Abläufe zu digitalisieren, moderne Maschinen anzuschaffen, Energie einzusparen, Mitarbeitende zu qualifizieren und innovative Dienstleistungen zu entwickeln.
NetzExpert entwickelt individuelle Odoo-Lösungen für Handwerksbetriebe. Dabei werden Kundenmanagement, Kalkulation, Auftragsbearbeitung, Einsatzplanung, Außendienst, Lager, Fahrzeuge, Dokumente und Abrechnung auf einer zentralen Plattform miteinander verbunden.

Welche Handwerksbetriebe können Fördermittel nutzen?
Fördermöglichkeiten können für Unternehmen aus nahezu allen Bereichen des Handwerks interessant sein. Dazu gehören beispielsweise:
- Elektro- und Informationstechnikbetriebe
- Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
- Maler-, Lackierer- und Bodenlegerbetriebe
- Dachdecker und Zimmerer
- Tischler, Schreiner und Holzbaubetriebe
- Metallbau- und Schweißunternehmen
- Maurer-, Beton- und Straßenbaubetriebe
- Fliesen-, Platten- und Mosaikleger
- Kfz-Werkstätten und Fahrzeugtechnikbetriebe
- Kälteanlagenbauer und Gebäudetechniker
- Garten- und Landschaftsbaubetriebe
- Gebäudereinigung und Hausmeisterservice
- Montage-, Reparatur- und Wartungsunternehmen
- Bäckereien, Fleischereien und Lebensmittelhandwerk
- Textil-, Schuh- und Änderungshandwerk
- Kosmetik-, Friseur- und Gesundheitshandwerk
- Handwerksbetriebe mit mehreren Standorten oder Filialen
Welche Förderung tatsächlich genutzt werden kann, hängt vom Unternehmensstandort, der Betriebsgröße, dem Investitionsvolumen und dem geplanten Projekt ab. Für eine gewöhnliche Softwareanschaffung gelten andere Voraussetzungen als für eine umfassende Prozessdigitalisierung, eine innovative Produktentwicklung oder eine Investition in energieeffiziente Maschinen.
KfW-Förderung für die Digitalisierung im Handwerk
Förderung innovativer Produkte und Dienstleistungen
Handwerksunternehmen entwickeln häufig eigene Produkte, Spezialmaschinen, Fertigungsverfahren oder innovative Serviceangebote. Für solche Projekte kann der ERP-Förderkredit Innovation der KfW interessant sein.
Gefördert werden neue oder verbesserte Produkte, Prozesse und Dienstleistungen. Auch Innovationen in Organisation, Marketing und Geschäftsmodellen können berücksichtigt werden. Finanziert werden sowohl Investitionen als auch laufende Projektkosten. In den höheren Förderstufen sind Kredite bis zu 25 Millionen Euro und ein Förderzuschuss von bis zu fünf Prozent möglich.
Mögliche Innovationsprojekte im Handwerk sind:
- Entwicklung eines neuen handwerklichen Produkts
- Entwicklung einer energieeffizienten Maschine
- neue Verfahren zur Verarbeitung von Holz, Metall oder anderen Materialien
- digitale Mess-, Prüf- oder Dokumentationsverfahren
- Entwicklung eines automatisierten Konfigurators
- neue Service- und Wartungsmodelle
- digitale Fernwartung technischer Anlagen
- Entwicklung modularer Bauteile oder Systeme
- KI-gestützte Kalkulation oder Arbeitsvorbereitung
- digitale Plattformen für Kunden, Planer und Nachunternehmen
Eine gewöhnliche Anpassung bestehender Software ist noch keine Innovation. Das Projekt sollte zu einer neuen oder wesentlich verbesserten Leistung, einem neuen Verfahren oder einem skalierbaren Geschäftsmodell führen.
Der ERP-Förderkredit Digitalisierung der KfW richtet sich auch an Einzelunternehmen, Freiberufler und mittelständische Handwerksbetriebe. Unterstützt werden Projekte von der grundlegenden IT-Modernisierung bis zur umfassenden digitalen Transformation.
Förderfähig können neue Hard- und Software, digitale Schnittstellen, Prozessautomatisierung, Cloud-Technologien, IT-Sicherheitsmaßnahmen, digitale Geschäftsmodelle und der Einsatz künstlicher Intelligenz sein. Auch laufende Kosten eines geeigneten Digitalisierungsvorhabens können finanziert werden.
Die KfW unterscheidet drei Förderstufen:
- Basisdigitalisierung: grundlegende Hard- und Software sowie moderne IT-Infrastruktur
- LevelUp-Digitalisierung: vernetzte Geschäftsprozesse, digitale Schnittstellen und umfassende Digitalisierungsstrategien
- HighEnd-Digitalisierung: besonders große Transformationsprojekte und der Einsatz von Zukunftstechnologien
In den Förderstufen LevelUp und HighEnd sind Kredite von bis zu 25 Millionen Euro möglich. Der ergänzende Förderzuschuss beträgt drei Prozent für LevelUp- und fünf Prozent für HighEnd-Projekte. Er ist auf maximal 200.000 Euro begrenzt. Bereits begonnene oder abgeschlossene Projekte werden nicht nachfinanziert.
Für Handwerksbetriebe können beispielsweise folgende Projekte infrage kommen:
- Einführung einer unternehmensweiten Odoo-Plattform
- Verbindung von Büro, Lager, Werkstatt und Außendienst
- digitale Auftragssteuerung von der Anfrage bis zur Rechnung
- mobile Arbeitsplätze für Monteure
- Aufbau eines Kunden- oder Wartungsportals
- digitale Material- und Werkzeugverwaltung
- automatisierte Termin- und Einsatzplanung
- Einführung einer zentralen Dokumentenplattform
- Vernetzung mehrerer Betriebsstätten
- Entwicklung datenbasierter Kalkulationen und Auswertungen
Je stärker unterschiedliche Unternehmensbereiche miteinander verbunden werden, desto deutlicher lässt sich der betriebliche Nutzen des Digitalisierungsprojekts darstellen.

BAFA-Förderung für Beratung und Prozessoptimierung
Vor der Einführung einer neuen Software sollte ein Handwerksbetrieb seine bestehenden Abläufe analysieren. Dabei wird geprüft, welche Arbeitsschritte unnötig Zeit kosten, wo Daten mehrfach erfasst werden und welche Prozesse automatisiert werden können.
Das BAFA-Programm Förderung von Unternehmensberatungen für KMU kann externe Beratungsleistungen zu wirtschaftlichen, personellen und organisatorischen Fragen bezuschussen. Die derzeitige Förderrichtlinie gilt für entsprechende Anträge bis zum 31. Dezember 2026.
Mögliche Beratungsthemen sind:
- Entwicklung einer Digitalisierungsstrategie
- Analyse der Auftragsabwicklung
- Optimierung von Büro- und Baustellenprozessen
- Neugestaltung von Verantwortlichkeiten
- Vorbereitung einer ERP-Einführung
- Verbesserung von Einkauf und Materialwirtschaft
- Entwicklung neuer Dienstleistungen
- Einführung eines betrieblichen Controllings
- Fachkräftegewinnung und Unternehmensnachfolge
Die geförderte Beratung muss von der späteren technischen Umsetzung unterschieden werden. Softwarelizenzen, Programmierung und Implementierung werden durch die Beratungsförderung nicht automatisch finanziert.
INQA-Coaching für digitale Arbeitsprozesse
Die Einführung einer neuen ERP-Software verändert nicht nur die Technik. Mitarbeitende müssen neue Abläufe verstehen, Informationen anders dokumentieren und enger zwischen Büro, Werkstatt, Lager und Außendienst zusammenarbeiten.
Das Programm INQA-Coaching unterstützt kleine und mittlere Unternehmen bei den arbeitsorganisatorischen und personellen Herausforderungen des digitalen Wandels. Bis zu zwölf Coaching-Tage werden gefördert; 80 Prozent der Kosten können übernommen werden. Der Förderzeitraum läuft von 2023 bis 2028.
Grundsätzlich richtet sich das Programm an rechtlich selbstständige Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitenden, mindestens einer sozialversicherungspflichtigen Vollzeitstelle sowie Firmensitz und Arbeitsstätte in Deutschland. Das Unternehmen muss in der Regel seit mindestens zwei Jahren bestehen.
Für Handwerksbetriebe können beispielsweise folgende Themen relevant sein:
- Zusammenarbeit zwischen Büro und Baustelle
- Einführung mobiler Arbeitsprozesse
- digitale Kommunikation im Betrieb
- Planung und Verteilung von Aufgaben
- Wissenssicherung bei erfahrenen Mitarbeitenden
- Einarbeitung neuer Fachkräfte
- Umgang mit neuen Technologien und künstlicher Intelligenz
- Veränderungsmanagement bei einer ERP-Einführung
- Aufbau digitaler Schulungs- und Wissenssysteme
Die Beschäftigten werden aktiv in die Entwicklung und Erprobung der neuen Abläufe eingebunden.

Förderung für Energie- und Ressourceneffizienz
Viele Handwerksbetriebe arbeiten mit Maschinen, Druckluftanlagen, Pumpen, Absaugungen, Kühlung, Öfen oder anderen energieintensiven Anlagen. Die Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft unterstützt Investitionen, mit denen Energie- und Ressourcenverbräuche reduziert werden.
Über Modul 3 können Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, Sensorik sowie bestimmte Energiemanagement-Software gefördert werden. Die Förderquote beträgt bis zu 45 Prozent für kleine Unternehmen, bis zu 35 Prozent für mittlere Unternehmen und bis zu 25 Prozent für Unternehmen ohne KMU-Status.
Mögliche Maßnahmen sind:
- digitale Erfassung von Energieverbräuchen
- Sensoren an Maschinen und Anlagen
- automatische Verbrauchsauswertungen
- Messung von Druckluft-, Strom- oder Wärmeverbräuchen
- Überwachung verschiedener Betriebsstandorte
- Einführung einer Energiemanagement-Software
- automatische Meldung ungewöhnlicher Verbräuche
Über Modul 4 können außerdem energie- und ressourcenbezogene Optimierungen von Anlagen und Prozessen unterstützt werden. Auch hier sind abhängig von der Unternehmensgröße Förderquoten von bis zu 45 Prozent möglich.
Odoo kann innerhalb eines solchen Projekts als zentrale Plattform dienen, auf der Anlagen, Wartungen, Standorte, Aufträge und wirtschaftliche Kennzahlen zusammengeführt werden. Spezialisierte Energie- oder Sensordaten können über Schnittstellen angebunden werden.
Regionale Förderprogramme für Handwerksbetriebe
Neben den bundesweiten Programmen bieten die Bundesländer eigene Zuschüsse, Prämien und Förderkredite an. Diese können Digitalisierung, Innovation, Gründung, Weiterbildung oder Investitionen in Betriebsstätten unterstützen.
Ein Beispiel ist das niedersächsische Niedrigschwellige Innovationsförderprogramm für KMU und Handwerk. Gefördert werden innovative Produkte, Produktionsverfahren, Dienstleistungen sowie bestimmte Prozess- und Organisationsinnovationen. Kleine und mittlere Unternehmen des Handwerks mit Sitz oder Betriebsstätte in Niedersachsen können einen nicht rückzahlbaren Zuschuss von grundsätzlich bis zu 35 Prozent erhalten; für kleine Unternehmen in der Übergangsregion sind bis zu 45 Prozent und maximal 100.000 Euro möglich.
Routineänderungen oder gewöhnliche Verbesserungen bestehender Abläufe reichen für dieses Innovationsprogramm nicht aus. Das Vorhaben muss den bisherigen unternehmensbezogenen Stand der Technik übertreffen.
Für neu qualifizierte Handwerksmeisterinnen und Handwerksmeister gibt es in Niedersachsen außerdem eine Meisterprämie von einmalig 4.000 Euro. Nach den derzeitigen Bedingungen ist eine Antragstellung bis zum 31. Dezember 2026 möglich. Diese Prämie richtet sich an Personen mit einer erfolgreich abgeschlossenen Meisterprüfung und ist keine allgemeine Investitionsförderung für den Betrieb.
Da regionale Programme regelmäßig angepasst werden, sollte immer geprüft werden, welche Förderung am konkreten Unternehmensstandort verfügbar ist.
Odoo ERP für Handwerksbetriebe individuell entwickeln
Handwerksbetriebe mit NetzExpert digitalisieren
Odoo bietet eine modulare Grundlage, um die wichtigsten Prozesse eines Handwerksunternehmens zentral zu organisieren. Dazu gehören CRM, Angebote, Verkauf, Projekte, Außendienst, Einkauf, Lager, Fahrzeuge, Wartung, Dokumente und Rechnungsstellung.
Odoo stellt unter anderem Anwendungen für Field Service, Terminplanung, Helpdesk, Fuhrpark, Lagerauffüllung sowie vorbeugende und korrektive Wartung bereit.
Für einen Handwerksbetrieb reicht eine unveränderte Standardinstallation jedoch häufig nicht aus. Leistungspositionen, Baustellen, Monteure, Fahrzeuge, Werkzeuge, Materialentnahmen, Wartungsverträge und branchenspezifische Dokumente müssen individuell berücksichtigt werden.
NetzExpert analysiert die tatsächlichen Abläufe Ihres Unternehmens und entwickelt daraus eine passende Odoo-Lösung.
Eine passende Förderung für Handwerker kann Betriebe dabei unterstützen, ihre Auftragsabwicklung zu modernisieren, Mitarbeitende zu entlasten und neue digitale Dienstleistungen aufzubauen.
NetzExpert entwickelt individuelle Odoo-Lösungen für Bau-, Ausbau-, Service-, Reparatur- und Produktionshandwerk. Wir verbinden Kunden, Angebote, Aufträge, Baustellen, Monteure, Arbeitszeiten, Materialien, Fahrzeuge, Dokumente und Rechnungen auf einer zentralen Plattform.
Dabei erhalten Sie keine starre Standardsoftware. Wir analysieren Ihre tatsächlichen Arbeitsabläufe, konfigurieren geeignete Odoo-Anwendungen und entwickeln fehlende Module, Portale, Berichte, Automatisierungen und Schnittstellen individuell.
Lassen Sie uns gemeinsam eine skalierbare Odoo-Lösung entwickeln, die Ihr Büro entlastet, Ihre Außendienstprozesse transparent macht und mit Ihrem Handwerksbetrieb wächst.
Besonderheiten
In Kombination mit Odoo bietet dies Unternehmen eine integrierte, effiziente und flexible Managementlösung. Das spart Zeit und Ressourcen, ermöglicht eine bessere Kontrolle und Nachverfolgung von Finanzdaten und unterstützt Unternehmen bei fundierten Geschäftsentscheidungen.
Beratung
Möchten Sie mehr über die Möglichkeiten von Odoo erfahren? Gerne informieren wir Sie in einem unverbindlichen Beratungsgespräch. Schreiben Sie uns eine E-Mail oder rufen Sie uns an unter der Nummer: +491776738774.

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